Motoblog Day 6
Schlammschlacht
Heute gings von Hermannstadt via Balea Lac über die Transfagarasan und Wasserschlucht zum Schloss Dracula in Bran. Eigentlich.... aber es kam alles ganz anders.
Die Transfogarascher Hochstrasse
Die Transfogarascher Hochstrasse gipfelt auf 2'042m und ist Teil der 151km langen Süd-Nord verlaufenden Nationalstrasse. Die Transfagarasan gehört zu den Top 10 Roads der Welt.
Aber von vorne. Wir haben 2 Tage im Hotel Frieda in Sibiu gebucht. Und wir wollten am 2. Tag die Tranfagarasan erkunden. Einmal von Norden und einmal von Süden. Von Norden her ankommend lagen tonnenschwere Betonbrocken im Wege. Die Polizei war auch anwesend. Also erst mal die Bullen fragen, was geht. Die meinten es sei geschlossen. Nun ja, das weiss ja eigentlich die ganze Welt. Ich wollte ja eher hören, dass sie uns die Betonblöcke wegräumen. Ein Einheimischer mischt sich ein. Er gibt uns einen heissen Tip für die Verbindung gen Süden.
Und das war der Startschuss für das richtige Rumänien abseits der Städte. Also schnell die Route programmiert und beim besagten Grashalm rechts abgebogen. Bis heute hab ich noch kein Verbotsschild gesehen, nicht ein einziges. Ich glaub, die werden für Rumänien gar nicht produziert. Also nach dem besagten Grashalm abbiegen und gleich wieder in die Eisen gehen, ein Bahnübergang aus dem 16. Jahrhundert bremst uns in letzter Millisekunde grad noch so aus. Ein Zug brettert durch. Keine Ahnung was für ein Hersteller, irgend so ein Ding mit Eisenrädern.
Wir kommen an ein Dorf mit einem Baustellenschild. Jetzt wollen wir es wissen, die Umleitung ignorieren wir und fahren ins Dorf. Die Strasse ist 1 Meter tief ausgebaggert und ich als vorderster muss ich entscheiden, wie weiter. Ich entscheide für die Durchfahrt der Baustelle. Das würde bei uns zu hause gar nicht gehen, weil alles abgesperrt wäre. In Rumänien ist NICHTS abgesperrt. Also runter ins Loch, 1. Gang einlegen und einfach durchs Dorf. Und schon wieder winken uns alle zu. Das scheint keinen Menschen zu stören. Was für eine Einstellung die Leute doch hier haben.
Wir fahren weiter, noch ein Grashalm, also wieder abbiegen, und jetzt beginnt Rumänien offroad. Wir fahren erst noch auf Asphalt durch die Dörfer, dann auf einmal hört es auf. Ja OK, eigentlich kein Thema, aber wenn Graf Drakula durstig vorbei kommt, sind wir nur noch Geschichte. Aber falsch gedacht, es kommt ein Dorf am anderen, kein Asphalt, nur Schotter und Dreck. Das kann doch nicht sein. Wir fragen uns, ob das jemals asphaltiert wird. Wir donnern im Konvoi von einem Dorf zum anderen. Ganz normale Autos kommen uns schwankend entgegen. Ich denke noch, krass, bei uns bräuchte man dazu einen 100kFr. teuren Geländewagen, die Rumänen bewerkstelligen das mit Fiat Puntos und Co. Väter rufen ihren Kindern zu, dass da Motorräder kommen und das halbe Dorf steht innert Sekunden auf der Strasse und winkt uns zu. Es kommt uns vor wie in einem Film.
Wir fahren weiter Richtung Transfagarasan und fahren am Arges Stausee vorbei. Dann immer höher, Österreicher vor uns geben Gummi. Irgenwann und Irgendwo vor dem schönsten Streckenabschnitt der Transfagarasan eine Barriere. Endstation. Wir kommen mit den Austrianern ins Gespräch. Natürlich müssen nun alle wieder umkehren. Wir entscheiden für die Offrad Variante um den See. Was für ein Entscheid. Hier kommen die Offroad Reifen voll zum tragen. Es hat mehr Schlammpassagen als Schotterstrassen und eine Stunde später kommen wir völlig fertig am Stausee vorbei. Biker mit ihren Strassenmaschinen schauen uns ungläubig an, wo wir herkommen. Wir machen ein Siegesfoto und fahren retour nach Sibiu. Wir haben uns völlig verkalkuliert und kommen 3 Stunden später mit 500km plus auf der Uhr in Sibiu an. Das übliche Essen und Bier runden den Tag ab. Wir sind fertig, richtig fertig.






















Spicki
Heute gings von Hermannstadt via Balea Lac über die Transfagarasan und Wasserschlucht zum Schloss Dracula in Bran. Eigentlich.... aber es kam alles ganz anders.
Die Transfogarascher Hochstrasse
Die Transfogarascher Hochstrasse gipfelt auf 2'042m und ist Teil der 151km langen Süd-Nord verlaufenden Nationalstrasse. Die Transfagarasan gehört zu den Top 10 Roads der Welt.
Aber von vorne. Wir haben 2 Tage im Hotel Frieda in Sibiu gebucht. Und wir wollten am 2. Tag die Tranfagarasan erkunden. Einmal von Norden und einmal von Süden. Von Norden her ankommend lagen tonnenschwere Betonbrocken im Wege. Die Polizei war auch anwesend. Also erst mal die Bullen fragen, was geht. Die meinten es sei geschlossen. Nun ja, das weiss ja eigentlich die ganze Welt. Ich wollte ja eher hören, dass sie uns die Betonblöcke wegräumen. Ein Einheimischer mischt sich ein. Er gibt uns einen heissen Tip für die Verbindung gen Süden.
Und das war der Startschuss für das richtige Rumänien abseits der Städte. Also schnell die Route programmiert und beim besagten Grashalm rechts abgebogen. Bis heute hab ich noch kein Verbotsschild gesehen, nicht ein einziges. Ich glaub, die werden für Rumänien gar nicht produziert. Also nach dem besagten Grashalm abbiegen und gleich wieder in die Eisen gehen, ein Bahnübergang aus dem 16. Jahrhundert bremst uns in letzter Millisekunde grad noch so aus. Ein Zug brettert durch. Keine Ahnung was für ein Hersteller, irgend so ein Ding mit Eisenrädern.
Wir kommen an ein Dorf mit einem Baustellenschild. Jetzt wollen wir es wissen, die Umleitung ignorieren wir und fahren ins Dorf. Die Strasse ist 1 Meter tief ausgebaggert und ich als vorderster muss ich entscheiden, wie weiter. Ich entscheide für die Durchfahrt der Baustelle. Das würde bei uns zu hause gar nicht gehen, weil alles abgesperrt wäre. In Rumänien ist NICHTS abgesperrt. Also runter ins Loch, 1. Gang einlegen und einfach durchs Dorf. Und schon wieder winken uns alle zu. Das scheint keinen Menschen zu stören. Was für eine Einstellung die Leute doch hier haben.
Wir fahren weiter, noch ein Grashalm, also wieder abbiegen, und jetzt beginnt Rumänien offroad. Wir fahren erst noch auf Asphalt durch die Dörfer, dann auf einmal hört es auf. Ja OK, eigentlich kein Thema, aber wenn Graf Drakula durstig vorbei kommt, sind wir nur noch Geschichte. Aber falsch gedacht, es kommt ein Dorf am anderen, kein Asphalt, nur Schotter und Dreck. Das kann doch nicht sein. Wir fragen uns, ob das jemals asphaltiert wird. Wir donnern im Konvoi von einem Dorf zum anderen. Ganz normale Autos kommen uns schwankend entgegen. Ich denke noch, krass, bei uns bräuchte man dazu einen 100kFr. teuren Geländewagen, die Rumänen bewerkstelligen das mit Fiat Puntos und Co. Väter rufen ihren Kindern zu, dass da Motorräder kommen und das halbe Dorf steht innert Sekunden auf der Strasse und winkt uns zu. Es kommt uns vor wie in einem Film.
Wir fahren weiter Richtung Transfagarasan und fahren am Arges Stausee vorbei. Dann immer höher, Österreicher vor uns geben Gummi. Irgenwann und Irgendwo vor dem schönsten Streckenabschnitt der Transfagarasan eine Barriere. Endstation. Wir kommen mit den Austrianern ins Gespräch. Natürlich müssen nun alle wieder umkehren. Wir entscheiden für die Offrad Variante um den See. Was für ein Entscheid. Hier kommen die Offroad Reifen voll zum tragen. Es hat mehr Schlammpassagen als Schotterstrassen und eine Stunde später kommen wir völlig fertig am Stausee vorbei. Biker mit ihren Strassenmaschinen schauen uns ungläubig an, wo wir herkommen. Wir machen ein Siegesfoto und fahren retour nach Sibiu. Wir haben uns völlig verkalkuliert und kommen 3 Stunden später mit 500km plus auf der Uhr in Sibiu an. Das übliche Essen und Bier runden den Tag ab. Wir sind fertig, richtig fertig.






















Spicki
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